See you later...

Tatsächlich fasst "verführerisch" das Album erstaunlich gut zusammen. Während auf dem selbstbetitelten Debut von 1997 noch oft zuviel des Guten getan wurde, um den Songs ungestüme Dynamik zu verleihen, die Geige oftmals zu harsch in den Vordergrund gerückt wurde und sich die Stimme von Sänger Gaetan Roussel so lange überschlug, bis das Endergebnis wie eine französische Version von Fink mit zusätzlichen Hillbillie-Einflussen klang, hat man nun, acht Jahre später sein Equilibrium gefunden. Tatsächlich merkt man nicht nur den Protagonisten, sondern auch den Song eine ausgedehnte Reisetätigkeit an, sowohl metaphorisch "durch die Zeit" als auch örtlich. Musikalisch hat man auf Ausflügen durch Russland und Asien kleine Souvenirs eingesammelt und baut diese nicht nur textlich sondern auch in der Instrumentierung in den neuen Sound ein. (Ca m'aurait plu) Angenehm, dass das Endergebnis nicht rastlos, sondern ausgeruht klingt. Mehr noch: Nach Urlaub. Siebzehn Lieder lang. Eine Stimmung, von der man sich willfährig verführen lässt.
Kostprobe: Si c'etait hier - Video zur Single
creekpeople - 1. Okt, 13:57 - Rubrik: ...we have the music
3 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
anna25bell - 1. Okt, 16:10
aha
creekpeople - 2. Okt, 12:41
ja.
(Und haben wir schon einmal bemerkt, wie unbefriedigend derartige Comment-Einträge sein können?)
(Und haben wir schon einmal bemerkt, wie unbefriedigend derartige Comment-Einträge sein können?)
assotsiationsklimbim - 3. Okt, 11:10
"stark ins genre artrock abdriften": so kann man es zwar auch sagen, aber was sind schon 15min-tracks mit unartikuliertem gekreische nebst spärlicher instrumentierung. also ich mag sowas ja, und es geht auch immer noch schlimmer.
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