I think my spaceship knows which way to go

Montag, 31. März 2008

bpf #4, tag 3 und aus die maus

restkuscheln

es wird schon seinen grund gehabt haben, dass der letzte nachbericht einen tag verzögert hier erscheint, aber bitte. tag 3 des bpf war wie stets der krönende abschluss einer gelungenen veranstaltung, obgleich und weil die akteur/innen träge von der last der erinnerung (oder ihres ausbleibens) der vorangegangen tage in ihren sitzgelegenheiten saßen.

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raphael urweider

raphael urweider, lesender aus der klasse "krankheitsbedingte nachreichungen" wurde von renk zu tequilla genötigt, eindeutig eines der schwächeren gedichte des selbstversuche-zyklus, für heiterkeit war's gleichwohl genug. es folgte eine art massenpoesie, die erfindung der schlampigkeit und das hintreiben von figuren auf eine kongress über kulissen, zu dem dann doch niemand kam und den es vielleicht auch gar nie gegeben hat. nicht ganz so hervorragend, aber immer noch ausgezeichnet darauf die japanischen aufzeichnungen aus venedig.

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ann cotten

ann cotten (kategorie: wunderkinder) las ein kognitionsphilosophisches (und wenn ich recht gehört habe) erbe genanntes stück prosa, das mit sicherheit mit zum besten gehörte, dass das bpf08 zu bieten hatte und das man im wortsinn "cool" zu nennen nicht umhinkommt. in folge folgte etwas, was ich nachmachen werde, also werde ich es hier nicht beschreiben. weitere plusse in unchronologischer reihenfolge: die wörter "babywaran", "obstfliegenbaby" und "googlecachemarkierung", monika rinck zitiert und dann der satz "liebe fällt keinem mehr auf außer bei design". insgesamt war das schon ungefährt das, wozu literatur erfunden wurde.

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annina schmid

annina schmid bewies, dass das mit dem wortlaut kein one-hit-wonder war mit zwei reisegeschichten ähnlichen inhalts, junkfood, autos, verkorkste herzscheiße und so, sprächlich lässig aber nicht zu sehr. der zweite text, 9 strophen heller, wird dann wohl auch beim prenzlauer literaturbewerb gewinnen (ach, schon einsendeschluss gewesen, da war doch was...) .

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micha ebeling

micha ebeling, wieder schön ins einheitserscheinungsbild der autoren passend, bekam das selbe h.c.-artmann-buch wie alle geschenkt (warum zur hölle gerade artmann. langsam ist es genug mit artmann. artmann nervt. exkurs ende), rettete dann die ehre der lesebühnenliteratur, die gegenüber der sonstigen hochkultur nicht abstank mit deinen text über warte, ein mensch am anderen ende der leitung, einem text aus der reihe flirten für anfänger und zuletzt der tirade ich, in der es um ich geht.

Samstag, 29. März 2008

bpf #3: tag 2

dazu war die mütze nütze

die tatsachen und meinungen des gestrigen postings erschienen in einem neuem tageslicht, in unterschiedlicher frische betraten die held/innen auch am zweiten tag bzw. abend die bierstindl-arena - wetter besser, mehr leute da und klatsch von gestern gibt es auch schon zu erzählen, was braucht es schon großartig mehr auf dieser welt.

michael stavaric (und sind die haceks nicht im kopf, dann sind sie nirgendwo) eröffnete vielfältig und mit der bislang besten lesung des festivals. direkt von der konkurrenzveranstaltung im tal der vogelbeer angereist las er zuerst aus stillborn ("die ente war nicht echt, wie pommes") um quasi einen ersatz fürs vorjährige kranksein zu liefern. viel besser, eben residenz in cool war dann europa: sirius für alle, rock für die männer, röcke für die frauen, so soll das gemacht werden.

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michael stavaric im einzig unbevogelbeerschnapsten gewand, das er bei sich führte

kathrin resetarits gewinnt mit vögel sind zu besuch den distelmeyer-sound-alike-buchtitel-contest, es dürfen sich darunter kurzgeschichten vorgestellt werden, in denen z.b. eine arrogante ich-erzählerin sich über trinkerjugend am lande echauffiert. oder eine ich-erzählerin ruft im schwimmbad an und tut so als wenn was passiert wäre oder eine ich-erzählerin betont, dass ihr kind und sie genug seien. wobei irgendwann war (glaube ich) auch ein ich-erzähler (= heimliches hauptthema des festivals: die ich-erzähler/innen haben das jeweils andere geschlecht als die autor/innen. wie gewitzt).

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warum nicht mal hochformat: kathrin resetarits

katharina faber, im "unfassbar schöne bücher" (o-ton abermann) verlegenden bilger-verlag veröffentlichend, von dem ich immer glaube, er hieße bilgeriverlag, würde als henkersmahlzeit eine so schnell hingenuschelte pasta essen, dass niemand verstanden hat welche. bemerkenswert auch die renk'sche grätsche, die köhles moderationshilfen von gestern mit einem schutzengel beantwortete (für heute sind ein tischfeuerwerk und schokobrunnen geplant). fabers prosa würde mir zwar nie im leben gefallen, aber so brilliant vorgelesen kam ich direkt auf den geschmack, nicht zuletzt dank eines ausgeklügelten rot/gelb-post-its-systems (1), mit dem sie durch das buch switchte, ohne dass es am text feststellbar gewesen wäre. (2)

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katharina faber und engel

kristof magnusson gewann das publikum mit vorzüglich ausgewählten textstellen aus zuhause, die die knackpunkte des romans ebensogut verschleierten wie erklärten sowie seine dialogstärke glänzend hervorkehrten (weiß gar nicht mehr, wie die lesung in rauris war, wohl eher schlechter, denke ich). wieder mal daran erinnert, wie gut dieser so leichte roman seine zentnerschwere verbirgt. renk'sche grätsche nummer 2: rufus-wainwright-einspielung inklusive bolero-hinweis. sehr schön auch die anekdoten mit der aufführung von männerhort im rahmen von "verstehen sie spaß" und der hinweis auf paraplüsch (umkrempelschafswolf!)

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kristof magnusson, stimmungspausierend

(1) beim notieren mit großer freude den ersten deppenapostroph meines leben's geschrieben.
(2) an dieser stelle die zwischenreflexion, wie es die meisten autor/innen bei ihren lesungen schaffen, nicht exzutemporieren (vgl. artizukuli-hieren), oft sogar linear ihre texte runterzulesen, ganz so, als würde sie glauben, die wären so fertig.

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die grenze zwischen atemluft und zigarrettenrauch

Freitag, 28. März 2008

BPF #2: Tag 1

die erdbeeren des vaters

da habe ich mir ja selber was auferlegt, aber bitte, endkorrekturkonzentrationswiederherstellungspausen wollen auch genützt sein und das bpf (habe von gestern auf heute übrigens alpträume über pdf-konvertierung gehabt) scheint auch heuer wieder dazu angetan, dass ein paar worte dazu, nunja, nicht schaden, auch wenn die zeit dazu eigentlich fehlt und sie schwer fallen (vgl. spontanschreibhemmung).

die abnabelung (auf der rückseite des programmhefts ist übrigens der nabel köhles, auf der vorderseite derjenige renks abgebildet hätte ich geschrieben, wenn ich nicht wüßte, dass es ja doch wer liest und es einen gewissen ernst braucht, sonst kriegen das die leute in die falschen kehlen. generell ganz furchtbar, dass immer jemand alles liest. aber egal.) von klafu zeigt sich außer - wie von co-veranstalter markus köhle detailreich erklärt - in der programmierung des festivals auch in der einstiegsfrage von co-veranstalter robert renk, denn die war die kochshow-ein- und überleitung ich habe das was vorbereitet (und nicht die klafu-vergleichsfrage).

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keine furcht vor großen gesten: robert renk und guy helminger.

guy helminger las dennoch nicht aus der schlammkröte (zwar schade, aber das einzig richtige), sondern aus morgen war schon, das mensch sich denken darf als in etwa borsdorfs beitrag von letztes jahr auf kölle, also grundsympathisch, gute geschichten gut erzählt plus skurrilitätsbonus. und wenn jan off klingelt, muss das auch nichts schlechtes sein.

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matthias göritz, ohne renk

matthias göritz blieb dem diesjährigen aussehensmotto des festivals treu: rundes gesicht mit glatze und brille und stürzt das publikum (im übrigen wie stets durch fast geschlossene abwesenheit der zuständigen intelligenzija gekennzeichnet, anwesende natürlich ausgenommen) in verwundern darüber, wie hausverbot im titty twister zu erlangen ist und bzw. welcher art kneipe das titty twister denn überhaupt ist. sein noch unveröffentlichtes manuskript über einen traurigen rhetorikseminarleiter erinnert mich an thomas lehr, aber dafür kann er wohl nichts. immerhin hat er den rimbaud koreas übersetzt und das bei droschl (leider noch keine droschl-brandrede von renk heuer) und sein held heißt parker, aber nicht peter und nicht lewis.

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markus köhle, kerze für "andere" stimmung, gerhild steinbuch, mutation

gerhild steinbuch, eigentlich dramatikerin und nicht unbedingt selbstinszenierungsfad, liest herr bert, einen komplexen text und einen theatertext. leider bin ich zu müde oder zu dumm oder beides, jedenfalls bleibt fast nichts hängen (wir nennen es auch gerne das andrea-winkler-phänomen). obwohl es wahrscheinlich die literarisch interessantesten beiträge des abends sind, ist es auch die unbefriedigendste lesung.

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stefan abermann eröffnet das festival für die auf der bühne bier trinkenden

was den zur stunde schon wieder im bierstindl weilenden stefan abermann betrifft, bin ich natürlich befangen, fand aber sowohl die hoffnung oder ein teil von ihr vorgelesen sehr gelungen als auch die sturmböen (wobei ersteres als lesetext und zweiteres als vorlesetext doch ein funkerl besser funktioniert hat). das davon gerahmte warum der autor nicht mehr veröffentlicht war dann tatsächlich, wie man so schön sagt, das beste beider welten:



in wenigen stunden geht es weiter, bleiben sie dran.

Dienstag, 25. März 2008

BPF #1

Gerne kündigen wir auch an, das Bierstindl Prosa Festival (wie es nun neuerdings heißt) heuer wieder einmal mehr, und diesmal mit noch großflächigerer Anwesenh- und Aufmerksamkeit zu beschenken. Geplant sind Fast-Liveblogging Lange'schen Stils, schonunglose Zwischenbilanzen und versöhnliche Endresümees. Es lohnt dennoch auch selbst vorbeizuschauen, denn die beste Berichterstattung ersetzt nicht das eigene Erleben vor Ort, die genauen Daten entnehmen Sie bitte dem ersten Hypertextlink (oder diesem Link auf ein Bild) des vorliegenden Beitrags.

Freitag, 28. September 2007

Creekpeople Resort empfiehlt

1.)
Von 3.-7.10. zu Berlin den 10. German International Poetry Slam (Die Details entnehmen Sie bitte der Website des Orga-Teams. "Orga-Team" ist ein schönes Wort, es klingt dezent blutrünstig und doch süß, man denkt sofort an den Killerwal, dessen Auswilderung nach den Dreharbeiten irgendwann einmal nicht mehr Thema der Miezen-Seiten der Regionalzeitung war. Das erinnert dann vor allem auch an den Song der Kinderzimmer Productions, in dem Free Willy zum Barometer dessen wird, wie viel Spielraum auf Hoffnung das Leben dir noch läßt, aber das führte nun wirklich zu weit. Jedenfalls überlege auch ich die Formierung eines Orga-Teams).

2.)


Auch hier sind sämtliche wissenswerten Details auf der durch das Banner verlinkten Website einsehbar. Insiderwissen und Gerüchte von hinter den Kulissen, die erst nach Ausfratschelung des entsprechenden Orga-Teams in unsere Kenntnisse geraten werden, werden hier erst zu einem späteren Zeitpunkt vom Creekpeople-Resort-Orga-Team veröffentlicht werden.

Freitag, 31. August 2007

...

Diese Einladung gilt natürlich auch für Resortstammgäste.

Dienstag, 7. August 2007

Schon wieder Kulturscheiß

Etwas muss ja immer sein. Die Frage ist jetzt nur: ist das eher langweilig oder sollen wir doch zumindest zum Onkel Kabolsky gehen und nachher ordentlich Bier trinken?

Donnerstag, 28. Juni 2007

Eintritt frei, Buffett vielleicht

Der fabulöse Markus Köhle oder jemand anders hat einen sehr schönen Werbetext für die Aufführung seines Hörspiels, die wo heute ist, geschrieben: Wieder ein Hörspieldebut in der "Literatur im Studio". In Markus Köhles "Kommunikationsklimbim" machen zwei sprachspitze Wortfechter durch listige Dialogdekonstruktion offensichtlich, wie Kommunikation nicht funktioniert. Sprache als Verständigungsmittel, Sprachdenken auch als Garten der Verirrungen. Ein Stück Sprachsatire.

Do, 28. Juni (das ist heute), 20.15 - Literatur im Studio
Kommunikationsklimbim, Hörspielpräsentation mit Lesung Markus Köhle
ORF Kulturhaus Tirol, Rennweg 14
Eintritt frei, Buffett vielleicht

Mittwoch, 28. März 2007

Mehr als tausend Worte

Falls das wen interessiert, meine Rauris-Fotos sind nun online. Sie können das alles viel besser erklären als meine sonntäglichen, schlafmangelsbedingt uneloquenten Ausführungen.

Freitag, 12. Jänner 2007

...

Eigentlich wollte ich ja daran nochmal erinnern, jetzt ist es aber fast schon ein bisschen spät. Wer dennoch Lust hat, möge sich doch bequemen anzutanzen.

We are ugly but we have the music

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