Mord ist ihr Hobby
Man liest ihn oft in den Bandbios derer, die schon lange über den Zenith ihrer Karriere gekrochen sind, diesen altklugen, das-waren-noch-Zeiten-Satz: "Damals haben wir vor 15 Leuten gespielt und die Hälfte waren Freunde vom Veranstalter." Zumeist folgt darauf jene Schilderung des Aufstiegs die wir uns hier einfach, ob ihrer Austauschbarkeit, in Gedanken vorstellen. Auf dem gestrigen Konzert der Jessica Fletchers hätte man sich fragen können, ob auch hier die Fortsetzung der Geschichte in altbekannter Art erfolgen wird. Wahrscheinlich wohl nicht.
Der Gedanke kam einem schon bei Morgan Finlay, dem Kanadier, der den Supportpart bestritt. Nette gefällige sensitive-love-songs, von einem Mann, der beim Singen in die Knie geht und eine Stimme wie Bryan Adams sein Eigen nennt. Das klingt schauerlich, war aber nicht ganz enttäuschend. Andere verdienen mit solcher Musik Millionen (ich denke da zum Beispiel an Bush und andere Pearl-Jam Imitate), während Morgan Finlay kleinlaut darauf hinweist, dass er Cds und T-Shirts verkauft, um sich das Benzin für sein Auto kaufen zu können.
Und dann eben noch The Jessica Fletchers, Norweger, die lange und ausgiebig in den Plattenschränken ihrer Eltern gekramt haben dürften. Brave Beach Boys Zitate, nette Rhytmusgitarren, die obligatorische Hammond-Orgel, Backenbart und Kleidung frisch vom 70er-Flohmarkt. Auch hier das Gefühl, dass die Musik so unaufgeregt und konservativ ist, dass sie für die kaufkräftige 40+ Generation perfekt funktionieren sollte. Wer weiß, vielleicht werden sie schon bald berühmt, und dann schreibe ich irgendwann in meiner Biographie, dass ich dabei war, als sie damals einmal vor 15 Leuten gespielt haben. Und ich war die Hälfte des Publikums.
Der Gedanke kam einem schon bei Morgan Finlay, dem Kanadier, der den Supportpart bestritt. Nette gefällige sensitive-love-songs, von einem Mann, der beim Singen in die Knie geht und eine Stimme wie Bryan Adams sein Eigen nennt. Das klingt schauerlich, war aber nicht ganz enttäuschend. Andere verdienen mit solcher Musik Millionen (ich denke da zum Beispiel an Bush und andere Pearl-Jam Imitate), während Morgan Finlay kleinlaut darauf hinweist, dass er Cds und T-Shirts verkauft, um sich das Benzin für sein Auto kaufen zu können.
Und dann eben noch The Jessica Fletchers, Norweger, die lange und ausgiebig in den Plattenschränken ihrer Eltern gekramt haben dürften. Brave Beach Boys Zitate, nette Rhytmusgitarren, die obligatorische Hammond-Orgel, Backenbart und Kleidung frisch vom 70er-Flohmarkt. Auch hier das Gefühl, dass die Musik so unaufgeregt und konservativ ist, dass sie für die kaufkräftige 40+ Generation perfekt funktionieren sollte. Wer weiß, vielleicht werden sie schon bald berühmt, und dann schreibe ich irgendwann in meiner Biographie, dass ich dabei war, als sie damals einmal vor 15 Leuten gespielt haben. Und ich war die Hälfte des Publikums.
creekpeople - 18. Apr, 14:12 - Rubrik: ...we have the music
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