Wer wird Millionär?

Meine liebste Fernsehsendung, die ich mir nur im Netz anschaue, ist bald wieder, darum hier meine große Preislesevorschau OHNE Ansicht der AutorInnenportraitkurzvideos, weil die anzugucken mich immer nach fünf Sekunden schon so melancholisch macht und außerdem selbst ich nicht Sumpf hören und Videohören zugleich kann, das Ganze in der Reihenfolge wie sie auch im Volltext ist und OHNE Links, weil Links retro sind:
Jan Böttcher: Kookbooks und Berlin, der Kram, womit eigentlich eh schon alles im Guten wie im Schlechten gesagt ist, man kennt das ja. Irgendwie trotzdem mein emotionaler Favorit, wird eventuell auch gewinnen.
Jochen Schmidt: Kennt man vielleicht von "Jochen liest Proust", für mich große Überraschung, dass so LesebühnenautorInnen und so. Natürlich einerseits, andererseits. Mehr andererseits allerdings, aber das führte hier zu weit. Wird spannend, was er bringt. Voraussichtlich chancenlos, was Preise angeht.
Jörg Albrecht: Auf unangenehme Weise: Könnte ich auch und würde ich auch in etwa so machen, also emotionaler Anti-Favorit. Preismäßig naturgemäß gar nichts, kann aber lustige Jury-Diskussion geben.
Martin Becker: Merkwürdigerweise von Nüchtern vorgeschlagen, finde ich vor allem langweilig und uninteressant, könnte also was reißen (Kelag-Preis oder so).
Jagoda Marinic (Hacek nicht gefunden): Wird gewinnen, bin beim Vorstellungstext nicht über Zeile drei hinausgekommen.
Andrea Grill: Strigl-Vorschlag, keine weiteren Anknüpfungspunkte. Gut für 3-Sat-Preis.
Ronald Reng: KIWI-Autor, trotzdem nie gehört. Ich denke, das ist auch kein Schaden.
Christian Bernhardt: Nüchtern-Vorschlag, keine weiteren Anknüpfungspunkte.
Björn Kern: Hat eine Website, die angenehm nach ca. '98 aussieht und war in Aix-en Provence. Wird wohl nichts gewinnen.
Peter Licht: Fand auf diesen türkisen Seiten schon Erwähnung. Warum den gerade Radisch vorschlägt, weiß der Teufel und auch, warum er das macht. Keine Chancen auf Preise.
Silke Scheuermann: Das scheue Reh wird, wenn es noch Anstand gibt, den Publikumspreis gewinnen und zwar mit Recht. Ich freue mich speziell darauf, wie sie dreinschaut während die Jury redet.
Dieter Zwicky: Der ist mir schon zu alt.
Lutz Seiler: Auch.
Thomas Stangl: Das soll wohl der Quotenösi sein. Braucht eine anständige Frisur, dann könnte man eventuell weiterschauen.
Milena Oda: Ganz große Favoritin, gefällt mir gar nicht, hat aber brauchbar strenge bis furchteinflößende Mimik.
Kurt Österle: Dissertation über Peter Weiß, aber bitte, das heißt ja nichts. Heyne-Autor. Vielleicht irgendwie bizarr oder peinlich beim Vorlesen.
Fridolin Schley: Langweilig.
Michael Stavaric (Hacek nicht gefunden): Paßt irgendwie nicht nach Klafu, da fehlt mir die Fallhöhe. Trotzdem natürlich irgendwie gut, dass er dabei ist. Man hat mir gesagt, er ist gut. Wird schon sein. Fährt ohne Preis heim.
Resümee: Offen bleibt, wer den Telekom Austria und den Ernst-Willner-Preis kriegt. Insgesamt mischt sich autorInnenmäßig das Langweilige mit ein einigen Wenigen sozusagen: von uns.
assotsiationsklimbim - 24. Jun, 22:22 - Rubrik: Gesellschaftsverfehlungen
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