I want your head

Da waren sie also. Und man musste lange auf sie warten. Es ist das alte Syndrom. Monatelang fiebert man den angepeilten Großereignissen entgegen und dann entwickelt sich alles irgendwie ganz anders. Nicht schlecht, aber alles so ein bisschen daran vorbei, wie es eigentlich ablaufen sollte.
So auch gestern. Und dabei hatte ich während der zweiten Vorband schon irgendwie so ein erhebendes Gefühl. Eines von der Sorte "Es wird alles gut" - eine fast transzendente Erfahrung. Aber dann löst sich alles auf. Auf einmal schlägt alles um in ein Gefühl fortgeschrittenen Detachements und man sieht sich wieder einmal selber dabei zu, wie man trunken durch die Nacht hüpft und dabei ständig denkt, dass nichts zusammenpasst. Die Band zu groß, die Bühne zu provinzell, man selbst ist es sowieso und dann fängt man auch noch an, Leute zu umarmen, weil sie die selben Lieblingslieder haben (an dieser Stelle noch einmal Asche aufs Haupt) Wenn man es auf den Euphemismus anlegt, könnte man sagen, dass die Stimmung der PaperChase-Songs einfach übergegriffen hat. Aber die Beklommenheit war hausgemacht. Und das Konzert hätte einem wahrscheinlich gut gefallen - wäre es nicht gestern gewesen.
creekpeople - 11. Mai, 12:22 - Rubrik: ...we have the music
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