Im naturgemäß (selbst für eingefleischte (ha!) Fans) sehr zu empfehlenden Erstling "
Fleisch ist mein Gemüse" des großen
Strunkers (wie Schamoni bei RoRoRo, dem heimlichen KiWi-Nachfolger) erwirbt sich Heinz Strunk Aufnahme bei und Respekt von der Muckerband Tiffanys durch ein Saxsolo zum Stück "Blue Suede Shoes" in der Version von Paul Kuhn (mir ante google weder Originalversion noch Interpret der deutschen Version geläufig, aber gut). Textprobe:
"
Sie sind erstens sehr teuer, zweitens ganz neu, und drittens trägt so was kein anderer Boy ... blaue Wildlederschuh."
Paul "Paulchen" Kuhn also neben seinem bekannten Gassenhauer "Es gibt kein Bier auf Hawaii" auch ein früher Kritiker exzentrischen Fußkleids, wer hätte das gedacht.
Daneben lernt man in Fleisch ist mein Gemüse auch, dass der Mensch eben kein Beilagenesser ist, was oft als Erkenntnis eines ganzen Jahres ('91) hinhalten muss. Und dass Mucker eben strukturelle Wirkungstrinker sind. ("So saßen wir auf dem Sofa und tranken, sie wenig, ich viel, wie es sich gehört.") Das ist alles sehr traurig, und leider größtenteils wahr.
Sehr schön auch die Kapiteleinteilung in Jahre, '85-'97. Das bestätigt/widerlegt jede aus unnachvollziehbaren Gründen gegebene persönliche Jahrespräfrenz wunderbar. Wobei sich mein schon länger schwelender Verdacht erhärtet, dass zb '86 komplettes Drecksjahr, '87 wieder Glanz und Gloria, ab '88 nur mehr Elend (Stichwort: Flanellhemden).
Es sollte jedenfalls jeder Geburtsjahrgang von '65 bis '95 dieses Buch lesen bitte, dann wäre alles besser.