wie man auch
hier nachlesen kann, findet am 3.aug. in der hier schon oft gepriesenen poolbar in födkiach ein poetry slam statt. langzeitplanende können also einen kurzurlaub hinterm arlberg einplanen. das mail, in dem alle drinstanden, die schon fix zugesagt haben, habe ich wohl gelöscht, aber es sind nur die besten.
edit: mail wiedergefunden, zitat köhlchen: "Es kommen Doris[i.e. mieze medusa, meine anm.], Nadja Bucher, KYN sowie Patrick Armbruster und Etrit Hasler aus
der Schweiz fix und dann schaumamal welche locals noch auftauchen."
ich habe den zwang bereits erwaehnt, ungelesenes nicht wegwerfen zu koennen. andererseits bin ein vogel strauss der printmedien, was mir nicht gratis ins haus flattert oder am sa zur entnahme bereithaengt, existiert fuer mich nicht. es stapeln sich dann aber doch die wochenend-beilagen, und dann trifft es sich gut, dass ich mit dem zug gelegentlich groessere distanzen zuruecklegen muss. dann wird abgearbeitet, verb-maessig schwanke ich zwischen "zerlesen, weglesen" oder "kaputtlesen" der altlasten, am zielbahnhof darf nix mehr im gepaeck sein.
zwischendurch muss man aber auch in die landschaft starren und musik hoeren. gerne die eels, "daisies of the galaxies" ist grossartig. bloederweise passiert immer beim von mir hochgeschaetzten "sound of fear" etwas schreckliches, letztens also eine notbremsung. eigentlich will ich es nicht genauer wissen, habe eh schon schlechtes gewissen, wie konnte ich im zug nur dieses lied hoeren. im zug? dennoch entgeht mir nicht: der krankenwagen ist nach 30 min da, der leichenwagen nach 45. die verspaetung holen wir nicht mehr auf.
gnomas - 24. Jul, 22:58 - Rubrik:
...we have the music
eigentlich alte musiker: nee nee, der herr bowie hat seinen teil schon brav erledigt, man hoere sich zB thursdays child an, oder battle for britain... ursache fuer die stete bowie'sche grenzwertigkeit duerfte der wahnsinn sein, der ihm aus den verschiedenfarbigen aeuglein blitzt - und in seiner naeheren verwandtschaft das verhaeltnis 7:5 im match klapsmuehle vs suizid eingestellt hat.
und beim durchaus ehrbaren herrn waits muss gesagt werden: an bonemachine oder heartattack and vine ist er auch nicht mehr rangekommen. ob es daran liegt, dass frau und arzt ihm glaubhaft verklickern konnten, dass er die finger vom alk lassen soll. aber es waere ja auch zuviel verlangt, wenn sich jeder kuenstler zu tode bedienen muss (an was auch immer).
bei den stones sind wir dann wieder einer meinung. fuer wen hat man eigentlich den spruch entwickelt "schaut aus wie seine eigene oma"? war es jagger oder richards. koennte natuerlich auch dylan gewesen sein. und trifft auch auf iggy pop zu. beim juengsten stones-konzert in wien haben anwesende die fitness des herrn jagger gelobt, seine "sixpacks" gar. das hat meiner meinung nach mit (deren) musik genauso wenig zu tun, wie die "nettheit" der sportfreunde stiller mit der ihrigen. hingegen hat der absolut schraege auftritt des mark oliver everett schon was mit dem genialen eels-konzert zu tun. bin ich da etwa parteiisch? ach wo, eels sind halt gut.
gnomas - 24. Jul, 22:41 - Rubrik:
...we have the music
Nachlese war schon zu oft da, lasst es mich die "spaetlese" zu den nuke-trends nennen: jawoll, so ein festival hat ja auch seinen modischen impact, wenn man zuhause im stillen kaemmerlein am transistor-empfaenger lauscht, bleibt einem ja verborgen, wie der rezipient ausschaut. So war die heurige handtaschenmode (is wichtich, wie wir seid sex and the city wissen) der hellblaue plastiksack. war irgendwie nett anzusehen, wie die leute mit dieser muelltuete durch die gegend streiften, ihn zum schluss dann loswerden wollten, um ihre 5 euro pfand zurueckzukriegen, und dann den schalter geschlossen vorfanden. fies. trotz muellsaecken bin ich aber ueberzeugt, dass die traisen irgendwann als aluminium-lagerstaette entdeckt werden wird - was da so an dosen weggeschmissen wurde.
die luftgitarren waren auch sehr nett. aufblasbare klampfen, meistens fender-strat-form, mit denen das ohnehin lobenswerte luftgitarre-spielen woertlich umgesetzt werden konnte.
ein sanitaer-trend: diese kreuzfoermigen 4er-pissoirs, bei denen 4 leute, gleichsam aus allen haupthimmelsrichtungen gleichzeitig ihr geschaeft verrichten koennen. ziemlich prima, ziemlich praktisch, schlau genug geplant, dass man sich nicht gegenseitig oder selber voll macht,... aber da fiel mir doch diese stelle aus "woyzeck" ein..."lass uns uebers kreuz pissen, dass ein jud stirbt" oder so aehnlich. womoeglich haben die antisemiten die installateure infiltriert. solange wir darueber nicht genau bescheid wissen, sollten wir es mit der harnverhaltung halten, wie weiland herr de brahe.
ein weiterer sanitaer-trend: als dann alle live-bands ihr geschaeft beendet hatten, startete auf der herrentoilette ein dort eher unuebliches geschaeft: etliche lustige zappler entdeckten die "einzigartige" akkustik des lokus fuer sich, mit plastikbechern und dergleichen wurde perkussion gemacht, dazu gesungen und getanzt. so wie ich es aus der klo-grafitti im exnerhaus mitverfolge, haben homosexuelle die toilette als romantischen ort des anbandelns entdeckt. das ist mir ebenso wenig nachvollziehbar wie der partyraum-trend.
weiters geht der trend selbstverstaendlich zur illegalen droge. weil man keine alkoholika (auch keine anderen getraenke) ins festival mitnehmen darf, werden stimulantien bevorzugt, die bezueglich volumen und masse die kriterien klein und leicht erfuellen. das ist aber im billa ums eck nicht zu kriegen, festivals treiben uns in die illegalitaet, es faengt mit rauchbarem an, die beschaffungskriminalitaet folgt, wir werden an der nadel enden. na bravo, unschoene vorstellung.
gnomas - 24. Jul, 21:52 - Rubrik:
...we have the music